Widerrechtliches Halten auf Radwegen nicht länger dulden!

„Immer wieder erreichen uns Beschwerden von Radfahrerinnen und Radfahrern über haltende Autos und LKWs auf Radwegen in Kaarst. An unseren Infoständen für den Radentscheid haben sich in den vergangenen Wochen viele Menschen darüber beschwert,“ berichtet Kaarster for Future.
Das Problem sei leider nicht neu. Die Stadt Kaarst dulde diese Praxis jedoch. Obwohl die Stellen, an denen täglich gegen das Halteverbot auf Radwegen verstoßen werde, bekannt seien, finden selten Kontrollen statt, kritisiert der Sprecher der Initiative Werner Kindsmüller. Insbesondere auf dem Radweg vor den Rathaus-Arkaden, an der Neusser Straße, der Maubisstraße und in der Friedenstraße beobachten die Initiatoren des Radentscheids regelmäßig Verstöße. „Das Blockieren von Radwegen ist kein Kavalliersdelikt. Die Stadt Kaarst muss durch verstärkte Kontrollen und das Aussprechen von Bußgeldbescheiden diese Praxis eindämmen,“ fort Kindsmüller. Wenn der Radweg durch Autos blockiert werde, seien Radfahrerinnen und Radfahrer gezwungen auf die Straße auszuweichen. Durch den Wechsel vom Radweg auf die Straße entstünden erhebliche Gefährdungen, die vermieden werden könnten.

Bereits mehr als 1.000 Unterschriften

Nachdem der Stadtrat am 24. Juni grünes Licht für das Bürgerbegehren “Mehr und sichere Radwege für Jung und Alt” gegeben hatte, haben die Initiatoren des Radentscheids mit der Sammlung der notwendigen Unterschriften begonnen. Wie sie mitteilen, haben in nur gut zwei Wochen bereits mehr als 1.000 Kaarsterinnen und Kaarster die Listen mit den Forderungen an den Stadtrat unterzeichnet. “Die positive Reaktion führen wir darauf zurück, dass viele Menschen täglich erfahren, dass Verbesserungen der Radwege dringend notwendig sind und dass in der Stadt zu wenig passiert,” bewertet Werner Kindsmüller von Kaarster for Future das Zwischenergebnis. Mit dem Radentscheid legen die Initiatoren 35 konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation für Radfahrer vor, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden müssen, falls der Radentscheid genügend Unterstützung findet.
Insgesamt sind 2.500 Unterschriften erforderlich, damit sich der Rat mit dem Anliegen befassen muss. Stimmt die Mehrheit den Forderungen nach einem Ausbau der Radwege nicht zu, findet ein Bürgerentscheid statt.
Bürger*innen von Kaarst, die nach dem Kommunalwahlrecht wahlberechtigt sind, können das Bürgerbegehren unterstützen. Listen finden sich in den Sammelstellen und unter Downloads.

Kreative Sammelstellen

Unsere 26 Sammelstellen lassen sich was einfallen, um die Kunden auf die Unterschriftensammlung für den Radentscheid hinzuweisen. Besonders auffallend, die Dekoration im Bioladen vom Lammertzhof.

Unterschriftensammlung erfolgreich gestartet

Zeitgleich mit dem Start der Tour de France begann in Kaarst die Sammlung der Unterschriften für den Radentscheid #kaarststeigtum. Zehn Prozent der erforderlichen Unterschriften liegen bereits nach dem 1. Infostand vor. Weiter geht es am Mittwoch dann von 9 bis 12 Uhr auf dem Wochenmarkt in Büttgen. Zugleich werden die Sammelstellen mit der Sammlung der Unterschriften beginnen.

Antrag Radentscheid an Bürgermeisterin Uschi Baum übergeben

Die Initiator*innen des Radentscheids haben heute (2. Juni) den Antrag mit 89 Unterschriften vor dem Rathaus in Kaarst an die Bürgermeisterin übergeben. Damit ist die nächste Hürde genommen, um den Radentscheid voran zu bringen. Damit sich der Rat am 24. Juni mit dem Antrag befasst, sind nach dem Gesetz 25 Unterschriften ausreichend. Insofern wurde das erste Quorum locker erreicht. Die Unterschriften wurden seit Samstag gesammelt.

250 Radfahrer*innen fordern mehr und sichere Radwege in Kaarst

Bei Sonnenschein machten sich beute (Samstag, 29. Mai) ca. 250 Radfahrer*innen auf den Weg durch Kaarst, um für bessere und sichere Radwege zu demonstrieren. „Radfahrer*innen sind Stiefkinder in einer autogerechten Stadt,“ kritisierte der Sprecher von Kaarster for Future Werner Kindsmüller zu Beginn der Veranstaltung. Nun nimmt der Radentscheid Fahrt auf. Am Mittwoch (2. Juni) wird der Antrag Bürgermeisterin Uschi Baum überreicht und am 24. Juni wird sich der Rat mit dem Anliegen auseinandersetzen. Stimmt eine Mehrheit den Vorschlägen nicht zu, beginnt die Unterschriftensammlung. Bei 2.500 Unterschriften muss der Rat erneut über das Begehren beraten.

Rad-Demo für „Mehr und sichere Radwege in Kaarst!“

Die Initiatoren des Kaarster Radentscheids werden am Samstag, den 29. Mai mit einer Rad-Demo auf die Notwendigkeit für mehr und sichere Radwege in Kaarst hinweisen. Der Demonstrationszug startet um 11.00 Uhr gegenüber dem Rathaus in Kaarst und führt durch die Stadt und nach Holzbüttgen. Für die Teilnehmer gelten aufgrund der Corona-Bestimmungen das Tragen von Mund- und Nasenschutz sowie das Abstandsgebot.
„Immer mehr Menschen in Kaarst nutzen das Fahrrad als klima- und gesundheitsfreundliche Alternative zum Auto,“ so der Sprecher von Kaarster for Future, Werner Kindsmüller. Allerdings sei der Ausbau von sicheren Radwegen in der Vergangenheit sträflich vernachlässigt worden. Deshalb müssten die Interessen der Radfahrer in den nächsten Jahren stärker berücksichtigt werden. Am 2. Juni werden die Initiatoren der Bürgermeisterin den Antrag auf einen Radentscheid überreichen. Darin wird der Ausbau der Radwege in der Stadt gefordert. Der Antrag sieht an 35 Stellen konkrete Verbesserungen für den Radverkehr vor, wie die Einrichtung von Schutzstreifen für Radfahrer, Überwegsicherungen und die Verbreiterung von Radwegen. Ein wichtiges Ziel ist die Erhöhung der Sicherheit durch Änderung der Verkehrsführung für Radfahrer. „Gefährdungen durch abbiegende Autos könnten verhindert werden, wenn geradeaus fahrender Radverkehr vorfahrtsberechtigt wird,“ so Kindsmüller. Eine weitere Forderung richtet sich nach mehr Fahrradstellplätzen.
Sofern der Stadtrat bei seiner Sitzung am 24. Juni den Forderungen des Bürgerantrags nicht zustimmt, werden die Initiatoren ab 1. Juli Unterschriften sammeln. Zum Erfolg sind ca. 2.500 Unterstützer notwendig. Kindsmüller ist zuversichtlich, diese Zahl „in kürzester Zeit“ erreichen zu können. Die Bestimmungen sehen vor, dass sich der Rat dann erneut mit dem Anliegen befassen muss. Lehnt er es erneut ab, kommt es zu einem Bürgerentscheid.

Kaarster for Future Plakat Aktion auf der Antoniusstraße in Vorst

Erneut hat das Kimabündnis „Kaarster for Future“ mit einer Plakataktion auf die Radwegsituation in der Stadt aufmerksam gemacht. Nachdem im letzten Monat auf der Girmes- Kreuz Straße mit Plakaten auf einen fehlenden Radweg hingewiesen worden ist, war nun auch die Antoniusstraße in Vorst fällig. „Die Hauptverkehrsstraße ist eine Gefahrenquelle für Fahrradfahrende “, kritisiert die Sprecherin von Kaarster for Future, Maren Kamrad. „Wenn Autos aus beiden Richtungen kommen, haben Fahrradfahrende keinen Platz mehr. Durch die parkenden Autos an den Seiten wird die enge Fahrbahn zusätzlich verschmälert“, erklärt Maren Kamrad. „Wir fordern an Stelle der Parkflächen für Anwohner einen Radstreifen, um die Radfahrenden besser zu schützen“.

Diese Forderung ist eine von 34 konkreten Maßnahmen, die die Initiative im Rahmen des bevorstehenden Bürger*innenbegehrens vorschlägt.

Auch im „Hindernis der Woche“ (nachzulesen unter www.kaarsterforfuture.de) fand die Antoniusstraße bereits Erwähnung.

Countdown für Radentscheid hat begonnen

Die Klimainitiative „Kaarster for Future“ hat bei ihrem Plenum (21. April) den Beschluss gefasst, Anfang Juni den Antrag auf einen Radentscheid in Kaarst bei der Bürgermeisterin einzureichen. So könnte der Rat sich in seiner Sitzung am 24. Juni mit den Vorschlägen der Initiative befassen.

Der Radentscheid zielt darauf, in den nächsten sechs Jahren an konkret benannten Stellen in der Stadt Radstreifen zu errichten, an gefährlichen Übergängen Querungshilfen vorzusehen und Kreuzungen sicher umzubauen. Zudem wird die Stadt aufgefordert, beschädigte Radwege Instand zu setzen und mehr Abstellplätze für Räder zu errichten. Weiters wird die Einstellung eines hauptamtlichen Fahrradbeauftragten gefordert.

„Sollte sich der Rat diese Forderungen nicht zu eigen machen, werden wir am 1. Juli mit der Sammlung von Unterschriften beginnen,“ kündigt Werner Kindsmüller, einer der Sprecher der Initiative an. Beim Bürgerbegehren handelt es sich um ein Recht der Bürger nach der Gemeindeordnung. Insgesamt sind ca. 2.500 Unterschriften notwendig, um die Voraussetzung für eine Bürgerentscheid zu schaffen.

„Wir wollen den Vorrang des Autos in der Stadt überwinden und eine Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer erreichen. Dabei müssen die Schwächeren besser geschützt werden. Immer mehr Menschen nutzen das Fahrrad, leider sind Radwege in der Vergangenheit stark vernachlässigt worden. Viele befinden sich in einem schlechten Zustand. Immer mehr Unfälle zeigen, dass Radfahrer in Kaarst gefährlich leben. Wir wollen, dass sich das ändert,“ fasst Kindsmüller die Motive der Initiatoren zusammen. „Der Countdown läuft,“ so Kindsmüller. „Wir haben als Start bewusst den 22. April, den Earth Day genutzt, weil die Förderung des Radverkehrs auch ein Beitrag zum Klimaschutz ist.“ Erfahrungen in anderen Städten zeigten, dass durch den Ausbau des Radverkehrs eine Stadt auch entschleunigt werde und damit mehr Lebensqualität erhalte.